Ideen & Workshop zum "Mehliser Markt"

Direkt vor Ort haben sich am 27. September 2014 alle Interessierten getroffen, die am Workshop zur Neugestaltung des Mehliser Markts teilnehmen wollten („Deine Idee für Zella-Mehlis"). Bei tollem sonnigen Wetter sind sie auf dem Markt zusammengekommen und haben eine kleine Ortsbegehung gemacht, bevor der eigentliche Workshop im Rathaussaal begann. Mit dabei waren natürlich Zella-Mehliser Bürger, Mitglieder des Stadtrats, Mitarbeiter der Stadtverwaltung, aber auch Vertreter mehrerer Planungsbüros und Studenten der Fachhochschule Erfurt. Leider nicht dabei sein konnten die Händler, die ihre Geschäfte am Mehliser Markt am Samstagvormittag geöffnet haben. Sie haben ihre Anliegen und Wünsche jedoch bereits zuvor schriftlich formuliert und Marktbäcker Matthias Anschütz überreichte sie beim Treffen vor Ort. Moderiert und geleitet wurde der Workshop von Ellen Ehring, die in unserer Stadt schon ähnliche Projekte begleitet hat.

Im Rathaus war der große Saal bereits für den Workshop vorbereitet. Zunächst stellte Anne Schubert, in der Stadtverwaltung verantwortlich für Bürgerbeteiligung und Kommunikation, die bisher eingegangenen Vorschläge zur Gestaltung des Platzes vor. Auch schriftlich eingereichte Konzepte verschiedener Interessensgruppen waren kopiert worden und lagen den Workshop-Teilnehmern vor. So „ausgerüstet" ging es darum, diese Ideen zusammenzuführen und weiterzuentwickeln. In vier Gruppen saßen die Teilnehmer an großen Tischen zusammen, erarbeiteten sich jeweils eigene Leitideen für den Mehliser Markt und notierten Gestaltungselemente. Während dieses Prozesses wurde immer wieder darauf hingewiesen, die bereits eingegangenen Ideen und Wünsche zu berücksichtigen.

Am Schluss stellte jede Gruppe ihre Ergebnisse vor und es wurde deutlich, dass die Meinungen sehr nahe beieinander lagen. Der Fokus lag bei den Ergebnissen auf den Funktionszuordnungen der einzelnen Teilbereiche. Gewünscht wird ein Marktplatz mit Aufenthaltsqualität. Dazu gehören Sitzgelegenheiten, Grünpflanzen und Gastronomie im Außenbereich. Einen Brunnen oder ein Wasserspiel wünscht sich jede der Arbeitsgruppen als besonderen Blickfang. Überlegt wurde auch, den Frischemarkt an der Peter-Haseney-Straße auf die andere Seite des Heinrichsbachs zu verlegen, damit er mehr in den Blickpunkt rückt.

Auch Parkplätze sollte es weiterhin in diesem Bereich geben, da waren sich alle einig. Der Platz sollte barrierefrei gestaltet werden. Gewünscht wird auch eine Infotafel oder eine Litfaßsäule, an der Auswärtige etwas über den Platz, an dem sie stehen, erfahren können und an dem sich Zella-Mehliser über Aktuelles informieren können. Bei der Umgestaltung des Marktes soll die Haifisch-Route deutlicher in den Fokus gesetzt werden, möglicherweise könnte die Gestaltung von Wasserspielen daran anknüpfen. Beliebtes Stichwort hierfür waren die „Weißen Haie auf dem Mehliser Markt".

Nicht ganz einig waren sich die Beteiligten, ob die Louis-Anschütz-Straße für den Verkehr gesperrt werden sollte (zwischen Hotel Stadt Wien und Sparkasse). Möglich wäre eine Umleitung über die Hugo-Jacobi-Straße, doch das würde auch Nachteile mit sich bringen. Die anliegenden Händler hatten sich im Vorfeld bereits deutlich gegen eine Sperrung der Straße für den fließenden Verkehr ausgesprochen. Diese Frage ist beim Workshop noch nicht endgültig entschieden worden. Jedoch wurde deutlich, dass in diesem Bereich der Straßenverlauf, mit oder ohne Durchgangsverkehr, verändert werden sollte, um allen anliegenden Geschäften die Straßennutzung zu ermöglichen.  Die Raumplanungsphilosophie „Shared Space" (geteilter Raum) wurde als eine möglicher Lösungsansatz aufgezeigt.

Als nächstes möchte Anne Schubert nun einzeln auf die Händler im Bereich Mehliser Markt zugehen und sie nach ihren Wünschen fragen. Diese, zusammen mit den Ergebnissen des Workshops und baulichen Grundlagen, werden dann Ende dieses Jahres als Aufgabe an die Planungsbüros verschickt. Sie werden sich mit unterschiedlichen Entwürfen zum Mehliser Markt einem Wettbewerb stellen. Der Siegerentwurf, der die Anliegen möglichst vieler Beteiligter berücksichtigt, wird dann im kommenden Jahr vorgestellt und eine Umsetzung des Planes vorbereitet.

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Mitte Oktober 2014 waren alle Ideen der Bürger gesammelt und zusammengetragen wie sie hier nachgelesen werden können.

 

efre eu

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