Gestaltungsentwürfe der Planer

 

Am 1. September haben die beiden Planungsbüros "Hoffmann.Seifert.Partner" und "Dr. Schmidt- Planungsgesellschaft" ihre Entwürfe aus den Wünschen der Zella-Mehliser im großen Rathaussaal vorgestellt. Nachfolgend die Entwürfe der beiden Planer sowie die Berichterstattung dazu aus dem Rathaus:

Entwurf
               Dr. Schmidt Planungsgesellschaft      
Entwurf
                  Hoffmann.Seifert.Partner           
DSP Entwurf HSP Entwurf

 

Ganz unterschiedlich und doch beide gut vorstellbar – so war das Fazit der Bürger und Stadträte, die bei der Vorstellung der beiden Entwürfe für den Rathausvorplatz dabei waren. Jens Hoffmann vom Planungsbüro Hoffmann.Seifert.Partner in Suhl und Hagen Höllering von der Dr. Schmidt-Planungsgesellschaft in Schleusingen haben die Gestaltungsvorschläge ihrer Büros direkt nacheinander vorgestellt – eine ungewohnte Situation, wie Hagen Höllering einräumte.

Die Aufgabenstellung war für beide Büros die gleiche. Sie war vom Stadtentwicklungsausschuss anhand der eingereichten Vorschläge bei „Deine Idee für Zella-Mehlis“ erstellt worden. Die Wünsche der Bürger haben beide Büros sehr gut umgesetzt – und trotzdem sind sie zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen gekommen.

Umgang mit dem Gefälle ist entscheidend

Wie sie das Höhengefälle zwischen dem Eingangsbereich des Rathauses und der Hauptstraße überwinden – darin liegt der größte Unterschied der Entwürfe. Bei Hoffmann.Seifert.Partner erfolgt das wie bisher über zwei unterschiedliche Höhenniveaus. Direkt vor dem Rathaus schlagen sie eine verkehrsberuhigte Zone vor, die aber vom Durchgangsverkehr genutzt werden darf (Mischverkehrsfläche). Dieser Platz soll aus Natursteinen befestigt werden und mit flachen Stufen, die auch zum Sitzen einladen, auf einen unteren Platz führen. Dieser kann für Märkte und Feste genutzt werden und ist mit Bänken und Bäumen gestaltet. Von diesem Platz führt eine weitere Treppe hinab zur Hauptstraße, allerdings ist auch ein barrierefreies Erreichen beider Plätze über ähnliche Wegebeziehungen wie bisher - das heißt im Bereich des Gedenksteins zur Deutschen Einheit – möglich.

Die alte Eiche wird in diesem Konzept von einer Grünfläche umgeben, in der sich der Gedenkstein wiederfindet. Zudem ist auf der linken Seite des Rathauses (wenn man von der Hauptstraße hinauf blickt) ein Aussichtspunkt vorgesehen. Dort soll auch ein Modell der Stadt seinen Platz finden. Von der Straße aus betrachtet bildet ein kleiner Pavillon einen Blickfang auf den Rathausvorplatz. Er könnte für Konzerte oder als kleines Café genutzt werden.

 

Wünsche der Bürger in beiden Vorschlägen aufgegriffen

Der Entwurf der Dr. Schmidt-Planungsgesellschaft sieht einen großen Platz auf Höhe des Rathauseingangs vor. Dafür muss der bisherige Platz angehoben werden. Dadurch entfällt die Trennung zwischen Rathaus und Vorplatz, die bisher durch Fahrbahn und Treppenstufen erfolgt. Dieser große Platz kann für Märkte und Feste genutzt werden, ist jedoch auch für den Durchgangsverkehr zu nutzen, indem eine leicht abgesenkte Fahrbahn die Verkehrsführung vorgibt.

Auf dem Platz befinden sich dem Vorschlag zufolge Bänke im Randbereich und auch ein Bücherregal, das zum Büchertausch und zum Lesen vor Ort einlädt. Der Entwurf von Hagen Höllering sieht für besondere Anlässe auch eine Umfahrung über die Nordseite des Rathauses vor, so dass der Bereich vor dem Rathaus „Autofrei“ nutzbar wird.
Der Höhenunterschied zur Hauptstraße wird durch schön gestaltete Gartenterrassen ausgeglichen, in der sich aus Richtung Zella und Mehlis und aus Richtung Talstraße flache Rampen befinden, über die beispielsweise Kinderwagen und Rollstuhlfahrer nach oben gelangen. Auch Stufen sind in diesem Bereich angedacht, sie münden direkt gegenüber der Unterzella in den Platz ein. In die Terrassen werden auch formschöne und passende Spielelemente für Kinder eingebracht.


Ausschüsse beraten am 8. September, der Stadtrat am 22. September

Die vollständige Darstellung der beiden konkret ausgearbeiteten Vorschläge ist hier natürlich nicht möglich. Alle Interessierten sind eingeladen, sie sich im zweiten Stock des Rathauses anzuschauen. Am kommenden Dienstag (8. September, 19 Uhr) werden Haupt- und Finanzausschuss sowie Stadtentwicklungsausschuss über die Entscheidung zwischen beiden Vorschlägen beraten und eine Empfehlung für den Stadtrat formulieren. Dessen Sitzung findet am 22. September statt, so dass die Ausschreibung der Arbeiten frühzeitig erfolgen kann – das führt erfahrungsgemäß zu günstigeren Kosten.

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